Reiten macht Spaß - Faszination Pferd als Freizeitgestaltung für die ganze Familie

 

Norden/gb – „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, so eine alte Volksweisheit. In Deutschland reiten regelmäßig 1,6 bis 1,7 Mio. Menschen. Weitere ca. 1,1 Mio. würden gerne reiten (Marktforschungsinstitut Ipsos). Einer Hochrechnung zu Folge leben hierzulande mehr als 1 Mio. Pferde und Ponys.

  

Eine Zeichnung aus dem Orient um ca. 2800 v. Chr. gilt als ein erster Beweis für die Kunst des Reitsports. Hauptsächlich dienten das Pferd und dessen Reiter bereits in der Antike der Kriegsführung. Ausnahme waren Paraden, die im Römischen Reich ein wichtiges gesellschaftliches Element waren, z.B. der Circus Maximus mit seinen Wagenrennen. Diese Pferde sahen allerdings ganz anders aus, als die uns heute bekannten Pferderassen.

Das Mittelalter war geprägt durch die Kreuzzüge. Dabei war es für die Ritter wichtig hochwertige Pferde zu besitzen, die sich auf dem Schlachtfeld effektiv bewegen und das enorme Gewicht der Ritterrüstungen tragen konnten. Die Unterhaltung durch Ritterturniere blieb dem Adel vorbehalten. Ab dem 11. Jh.  setzte sich der Einsatz von Pferden als Zug- und Lastmittel in der Landwirtschaft durch.

Die Kriegsführung bleibt noch lange der Haupteinsatz für Pferde. Durch die Verbesserung der Waffen (Feuerwaffen) wurden jedoch wendigere Pferde benötigt. Man begann Pferde für diese Zwecke zu züchten. Damit hielt der respektvollere Umgang mit dem Partner Pferd Einzug. Die Pferde mussten für ihre Aufgaben trainiert werden. 1532 wurde in Neapel die erste Militärakademie für Pferde gegründet. Dort wurden schon die noch heute bekannten Lektionen der Passage und Piaffe trainiert. Der Adel begann nun in seiner Freizeit die Reitkunst zu pflegen, die in Frankreich im 17. Jh. unter dem Sonnenkönig Ludwig XIV. hohes Ansehen erreichte. Es folgte wenig später die Hofreitschule in Wien, die ausschließlich Lipizzaner ausbildete.

Im England des 19. Jh. oblag es dem Adel sich durch Fuchsjagden und Pferderennen zu unterhalten. Dieser Trend zur Dressur- und Springreiterei trat damit seinen Siegeszug in die Welt an. 1895 wurde das Reiten in Deutschland als Turniersport eingeführt, 1912 wurde das Dressurreiten wieder olympische Disziplin. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Reitsport dem Militär vorbehalten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Reiten zu einer zivilen Sportart.  

Das Reiten hat somit eine lange Tradition, wenn auch nicht als Breitensport. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Teilbereichen des Pferdesports wie Reitsport, Fahrsport, Voltigieren und Bodenarbeit.

Pferde üben seit jeher eine magische Anziehungskraft auf die Menschen aus. Viele Mädchen und auch Jungen träumen von einem eigenen Pony und die Eltern kennen diese Sehnsüchte meist aus eigener Erfahrung. Der Pferdesport fördert bei Bewegung an der frischen Luft und durch den Umgang mit dem Pferd soziale Fähigkeiten wie Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit. Zudem wird das Körpergefühl verbessert und die Psyche gestärkt. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Managerseminare rund ums Pferd, damit die  genannten Eigenschaften  gestärkt werden und im Unternehmensalltag Stresssituationen besser bewältigt werden können.  Eine bessere Freizeitbeschäftigung für Interessierte lässt  sich deshalb kaum finden. Nicht wenige Eltern nutzen die Pferdebegeisterung ihrer Kinder, um selbst  reiten zu lernen oder ihre Fähigkeiten wieder aufzufrischen.

Grundsätzlich ist eine gute Reitschule mit erfahrenen Ausbildern Voraussetzung zum Erlernen dieser Sportart. Meist werden dort Schulpferde zur Verfügung gestellt oder es bietet sich eine Reitbeteiligung. Ein entscheidender Faktor ist also für den Spaß und den Lernerfolg die Wahl des richtigen Reitstalls sowie der dazugehörigen Ausrüstung. Insbesondere bei Kindern und/oder Einsteigern ist der sichere und artgerechte Umgang mit dem Pferd entscheidend. Deshalb gehört für jeden Pferdeliebhaber das Erlernen des richtigen Umgangs mit dem Pferd an erste Stelle. Dazu bieten die meisten Reitvereine z,B. die Prüfung "Basispass Pferdekunde" an. Dabei werden den zukünftigen Reitern die Grundkenntnisse der Pferdegesundheit und des Pferdeorganismus, Pferdehaltung und Pferdefütterung,  Pferdeverhalten und Transport und vieles mehr beigebracht. Diese Grundlagen sind von hoher Wichtigkeit im Umgang mit dem Pferd, denn der Reitsport ist bei aller Eleganz und Schönheit eine Risikosportart. Es sollte den Menschen im Umgang mit dem Pferd möglich werden Gefahren zu erkennen, um fahrlässigen Unfällen entgegen wirken zu können.

Eine optimale Ausrüstung für den/die  Reiter/in besteht grundsätzlich aus einer gut und fest sitzenden Reitkappe, sowie der Sportart angemessener Bekleidung. Neueste Materialien und Techniken ermöglichen eine optimale Klimatisierung z.B. der Reitkappen und immer angenehmere Trageeigenschaften bei Sicherheitswesten. Aber auch die Ausrüstung des Pferdes ist von entscheidender Bedeutung. Die verwendeten Sättel, Sattelgurte, Trensen und/oder Hilfszügel müssen in einwandfreiem Zustand sein. Bei Gefahr  ist entscheidend, dass die Materien nicht alt und brüchig sind. Eine konsequente Pflege und Überprüfung der Ausrüstung gehört zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Partner Pferd.

Mit diesem Bewusstsein  macht Reiten Spaß!

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